Der Deutsche Schäferhund

Deutscher Schäferhund

Deutscher Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund ist im 19. Jahrhundert aus einer Rasse kurzhaariger Hütehunde hervorgegangen. Diese Hunde waren keine reinen Hütehunde. Eine wichtige Aufgabe bestand darin, das Hab und Gut der Hirten zu schützen. Die Vorväter des Deutschen Schäferhundes kamen aus Thüringen und Württemberg. Begründer der Rasse Deutscher Schäferhund ist Max von Stephanitz. Er kaufte im ausgehenden 19. Jahrhundert die ersten Schäferhunde und trug sie in ein Stammbuch ein.

Im Jahr 1899 wurde der erste Verein für Deutsche Schäferhunde gegründet. Der erste Präsident des Vereins war Max von Stephanitz. Er wollte gemeinsam mit seinem Freund Arthur Mayer einen zuverlässigen Arbeitshund schaffen. Schon von diesem Verein wurden die Standards für den Deutschen Schäferhund festgelegt, die bis heute beinahe unverändert gelten. 1929 wurde der Import Deutscher Schäferhunde nach Australien verboten. Man hatte Angst, es könne zu einer Vermischung mit dem Australischen Dingo kommen. Er ist in den 70er Jahren wurde dieses Gesetz gelockert und schließlich aufgehoben. Im Dritten Reich waren Deutsche Schäferhunde Ausdruck für verschiedene Tugenden. In erster Linie für Mut und Treue. Im 2. Weltkrieg wurden weltweit 200.000 Schäferhunde als Kriegshunde eingesetzt. Nur etwa 40.000 dieser Tiere waren für Deutschland im Einsatz.

Der Deutsche Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund ist ein mittelgroßes, stark bemuskeltes und kräftiges Tier. Dennoch wirkt er nicht schwerfällig. Er ist länger als hoch. Der Widerrist ist der höchste Punkt des Rückens und wird als Messpunkt verwendet. Der ausgewachsene Schäferhund hat eine Schulterhöhe von etwa 60 bis 65 Zentimeter. Die Weibchen sind etwas kleiner, erreichen jedoch Höhen von etwa 55 bis 60 Zentimeter. Der Körperbau ist trocken, ohne Fett und loses Bindegewebe. Die Muskeln sollten sich dabei deutlich abzeichnen. Durch die Winkelung der Gliedmaßen wird der größtmögliche Schritt geschaffen. Der Schäferhund kann ausdauernd traben.

Der Kopf des Tieres ist keilförmig. Dabei steht die Größe des Kopfes zum Rest des Körpers in einem sehr guten Verhältnis. Der Schäferhund verfügt über ein Scherengebiss. Die Ohren des Deutschen Schäferhundes sollen stehen und ein gutes Verhältnis zum Rest des Kopfes haben. Sie stehen aufrecht nach vorn. Die Augen sind dunkel und leicht schräg. Sieht man einen Schäferhund an, soll man Aufmerksamkeit erkennen. Die Rute wird herabhängend getragen. Die Pfoten sind rundlich kurz. Das Fell des Schäferhunds ist leicht zu pflegen. Es ist witterungsbeständig. Dabei ist es gelb oder braun.

Deutsche Schäferhündin mit Welpen

Deutsche Schäferhündin mit Welpen

Allerdings kann ein Schäferhund auch komplett schwarz mit gelben und braunen Flecken sein. Auch rein schwarze Schäferhunde sind keine Seltenheit. Da der Schäferhund sehr lernwillig, dabei jedoch selbstbewusst ist, benötigt er eine ausdauernde Erziehung voller Geduld. Zudem sollte der Deutsche Schäferhund von seinem Herrchen positiv gestützt und beeinflusst werden. Er zeichnet sich hauptsächlich durch einen ausgeprägten Schutztrieb aus. Der Schäferhund braucht zudem viel Beschäftigung und Bewegung.

Durch die Zucht und Entwicklung des Schäferhundes, ist die Rasse sehr anfällig für Hüftdysplasie. Ein wichtiger Kritikpunkt an dem aufgeweckten Tier ist der abfallende Rücken, der aus falsch verstandenen Schönheitsidealen angezüchtet wurde.